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Fußballsprüche im Logikcheck, pt. 1

Gestern war es wieder soweit: Während des fantastischen Wetters setzte ich mich, wie die anderen abermillionen Co-Bundestrainer auch, in eine Gastronomie mit Draußenbestuhlung und televisueller Übertragung des Spiels Deutschland vs. England. Und nach dem englischen Tor zum 2:1 kam wieder der Satz, der mich schon seit Jahren verfolgt:

"Wenn der Torhüter rausläuft, muss er ihn haben!"

Ich hab den Satz noch nie verstanden: Da das einleitende 'wenn' dem Torhüter ja scheinbar noch eine Wahl lässt, sollte er einfach niemals rausgehen. Denn logisch lässt sich der Satz ergänzen entweder zu:

"Wenn der Torhüter rausläuft, dann muss er ihn haben, wenn er stehenbleibt auch."

oder zu

"Wenn der Torhüter rausläuft, dann muss er ihn haben, wenn er stehenbleibt darf er ihn durchlassen."

Im ersten Fall kürzt sich der ganze Satz zu "Er muss ihn haben". Dann aber ist der Torhüter immer an jedem Tor schuld und man kann sich Debatten über Raum- vs. Manndeckung schlichtweg sparen. Im zweiten Fall wäre ich der weltbeste Torhüter, denn ich würde mich einfach bei Anpfiff faul an einen Torpfosten lehnen, einen Kasten Bier isotonisches und fürchterlich gesundes Sportgetränk in Griffweite, und mich der Lektüre eines guten Buches widmen. Zum Seitenwechsel trabte ich zügig zum gegenüberliegenden Tor, um ja nicht im Falle eines überraschenden Wiederanpfiffes als 'herausgelaufener Torwart' bezeichnet zu werden und somit wieder Schuld zu sein an den fallenden Toren. Dort angekommen, verbringe ich dann die nächste Halbzeit, um mich nach 90 Minuten (+ Nachspielzeit) zu erheben und besten Gewissens den Feierabend einzuläuten. Denn selbst nach einem 0:17 kann es ja nicht am Torhüter gelegen haben.

 

1. Spieltag

Die Fußball-WM geht los. Welch willkommener Anlass an Hand der Spiele eine Reise durch die Musikwelt zu machen. Heute spielen Südafrika gegen Mexico und Frankreich gegen Uruguay.

Für Südafrika läuft auf der begnadete Hugh Masekela, für Mexico Carlos Santana.

Hören wir mal rein:


Dies ist natürlich ein Spiel auf sehr hohem Niveau. Ich sag also mal 3:3.

Wenden wir uns nun also dem anderen Spiel zu:

Die reizende Emilie Simon trifft auf den Geheimtipp El cuarteto aus Montevideo.


aa

Hier sehe ich leichte Vorteile für die spielerisch starke Französin (welche auch irgendwie an den legendären Mittelstürmer Iggy Pop erinnert) gegenüber dem etwas zu bedächtigen Vortrag der Urus: 2:0.

Schalten Sie auch morgen wieder ein, wenn u.A. WM-Favorit Argentinien ins Turnier eingreift.