Packend
Fußball muss man nicht mögen, noch nicht mal während einer Weltmeisterschaft. Und Leute, die Fußball nicht mögen, schauen sich sehr wahrscheinlich derzeit keines der täglich nachmittags übertragenen Fußballspiele an und umdribbeln bei der Zeitungslektüre am Morgen den Sportteil weiträumig, ebenso die entsprechenden Rubriken auf den einschlägigen Nachrichtenportalen. Verständlich.
Heute gab es das Spiel Slowakei gegen Italien. Ich konnte die letzten 20 Minuten des Spiels nach der Heimfahrt von der Arbeit im italienischen Restaurant an der Fürther Freiheit miterleben: Spannend, spektakulär, aufregend. Und eine gute Stunde später las ich auf www.sueddeutsche.de den dazugehörenden Bericht: Eine echte Perle, deren Schlussphase ich hier einfach mal ungekürzt quasi live-on-blog wiedergeben möchte. Wie klinken uns beim Stand von 1:0 in die Reportage ein:
... Und auf ging's in die bisher kurioseste und spannendste zweite Halbzeit der WM.
Erst vier Tore später sollte feststehen, dass Italien gescheitert ist, am Ende gab es Schreie von den Rängen. Als Robert Vittek in der 73. Minute das 2:0 erzielte, schien die Partie gelaufen zu sein, doch die Italiener, die zuvor die Halbzeit dominiert hatten, schüttelten nun alle Angst aus dem Körper. Sie griffen an, sie warfen alles nach vorn, und was ist das für ein Spektakel, wenn eine italienische Mannschaft angreifen muss. Antonio Di Natale besorgte den Anschlusstreffer, und hatte Quagliarella nicht in der 85. Minute das reguläre Ausgleichstor erzielt? Der Linienrichter jedenfalls gab abseits.
Kamil Kopuneks 3:1 (89.) folgte Quagliarellas Traumtor aus 20 Metern (90.+2), der erneute Anschlusstreffer, die Italiener gaben nicht auf. Bis zur letzten Sekunde der lang und länger werdenden Nachspielzeit rannten sie, rackerten sie, dann beendete Schiedsrichter Howard Webb die Partie mit einem Pfiff, und Italien erstarrte.